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 Friedrich Wilhelm Bessel war ein herausragender, deutscher Astronom des 19. Jahrhunderts, der für seine Arbeit zur Präzisionsastronomie und zur Bestimmung von Sternpositionen bekannt ist. Er führte die erste erfolgreiche Parallaxenmessung eines Sterns durch, was zur Bestimmung der Entfernungen zu den Sternen und zur Größenordnung des Universums beitrug. In der Ephemeridenrechnung entwickelte er ein neues Verfahren zur Bestimmung der Mondlibration. Ebenso vermaß er Merkur, Jupiter, Saturn sowie Titan und führte in der Berechnung der Finsternisse die besselschen Elemente ein. Bessels Forschung legte den Grundstein für die moderne Astrometrie und hatte einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung der astronomischen Beobachtungstechniken. Friedrich Wilhelm Bessel war ein herausragender, deutscher Astronom des 19. Jahrhunderts, der für seine Arbeit zur Präzisionsastronomie und zur Bestimmung von Sternpositionen bekannt ist. Er führte die erste erfolgreiche Parallaxenmessung eines Sterns durch, was zur Bestimmung der Entfernungen zu den Sternen und zur Größenordnung des Universums beitrug. In der Ephemeridenrechnung entwickelte er ein neues Verfahren zur Bestimmung der Mondlibration. Ebenso vermaß er Merkur, Jupiter, Saturn sowie Titan und führte in der Berechnung der Finsternisse die besselschen Elemente ein. Bessels Forschung legte den Grundstein für die moderne Astrometrie und hatte einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung der astronomischen Beobachtungstechniken.
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 +{{ :portrait_encke.png?nolink&200|Johann Franz Encke (1791-1865) }}
 +**Johann Franz Encke (1791-1865)**
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 +Franz Encke ist für die Entdeckung der Enckeschen Teilung der Saturnringe bekannt. Er beeinflußte die Berechnung der Bahnbestimmung bei Kometen und Planetoiden grundlegend sowie verbesserte in der Störungsrechnung die Methode von Cowell. Ein kurzperiodischer Komet trägt deshalb sein Namen: Der Enckesche Komet. Sein wissenschaftliches Wirken war zuerst an der Universität Göttingen unter Carl Friedrich Gauß, später an der Sternwarte Gotha (Berechnung der Venustransite und Bestimmung der Sonnenparallaxe) und an der Sternwarte Berlin, die er ausbauen ließ. Dort leitete er die Anfertigung des Sternkartenwerks der Berliner Akademie und gab das Astronomische Jahrbuch von 1827 bis 1863 heraus. Einer seiner Schüler war Wilhelm Julius Foerster. 
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 Simon Newcomb war ein bedeutender kanadischer Astronom des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der für seine präzisen Messungen von astronomischen Konstanten und Planetenbewegungen bekannt ist. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Berechnung und Aktualisierung von Ephemeriden, die für die Navigation und Astronomie von entscheidender Bedeutung sind. Newcombs Arbeit trug zur Verbesserung der Genauigkeit astronomischer Berechnungen bei und legte die Grundlage für die moderne Astrometrie. Simon Newcomb war ein bedeutender kanadischer Astronom des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der für seine präzisen Messungen von astronomischen Konstanten und Planetenbewegungen bekannt ist. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Berechnung und Aktualisierung von Ephemeriden, die für die Navigation und Astronomie von entscheidender Bedeutung sind. Newcombs Arbeit trug zur Verbesserung der Genauigkeit astronomischer Berechnungen bei und legte die Grundlage für die moderne Astrometrie.
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 +{{ :portrait_oppolzer.png?nolink&210|Theodor Egon Ritter von Oppolzer (1841-1886) }}
 +**Theodor Egon Ritter von Oppolzer (1841-1886)**
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 +Theodor von Oppolzer war ein österreichischer Astronom deutscher Herkunft, der vor allem durch seinen Canon der Finsternisse (1887) und das zweibändige Lehrbuch der Bahnbestimmung von Kometen und Planeten weltweit bekannt wurde. Von ihm stammt die von Oppolzer Bedingung. Er war Universitätsprofessor in Wien, Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Akademien und auch in der internationalen Erdmessung tätig. Seinen Namen erhielten auch der Asteroid (1492) Oppolzer und der Mondkrater Oppolzer. Sein Sohn, der Astronom Egon von Oppolzer (1869-1907), baute die Universitätssternwarte in Innsbruck auf.
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 Edwin Hubble war ein US-amerikanischer Astronom, der die moderne Sicht auf das Universum grundlegend veränderte. Mit seinen Beobachtungen konnte er zeigen, dass die (damals so genannten) Spiralnebel, darunter die Andromedagalaxie, eigenständige Sternsysteme außerhalb der Milchstraße sind. Damit eröffnete er die Erkenntnis, dass das Universum weit größer ist, als man zuvor angenommen hatte. 1929 entdeckte er zudem das nach ihm benannte Hubble-Gesetz: Galaxien entfernen sich mit einer Geschwindigkeit, die proportional zu ihrer Entfernung ist. Dies lieferte den entscheidenden Beweis für die Expansion des Universums und legte die Grundlage für das heutige Urknallmodell. Zu Ehren seines bahnbrechenden Beitrags trägt das Hubble-Weltraumteleskop seinen Namen. Edwin Hubble war ein US-amerikanischer Astronom, der die moderne Sicht auf das Universum grundlegend veränderte. Mit seinen Beobachtungen konnte er zeigen, dass die (damals so genannten) Spiralnebel, darunter die Andromedagalaxie, eigenständige Sternsysteme außerhalb der Milchstraße sind. Damit eröffnete er die Erkenntnis, dass das Universum weit größer ist, als man zuvor angenommen hatte. 1929 entdeckte er zudem das nach ihm benannte Hubble-Gesetz: Galaxien entfernen sich mit einer Geschwindigkeit, die proportional zu ihrer Entfernung ist. Dies lieferte den entscheidenden Beweis für die Expansion des Universums und legte die Grundlage für das heutige Urknallmodell. Zu Ehren seines bahnbrechenden Beitrags trägt das Hubble-Weltraumteleskop seinen Namen.
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 +{{ :portrait_stumpff.png?nolink&210|Karl Stumpff (1895-1970) }}
 +** Karl Stumpff (1895-1970)**
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 +Karl Stumpff ist durch sein dreibändiges Werk zur Himmelsmechanik bekannt, welches mit Manfred Schneiders vierbändiges Werk zur Standardliteratur gehört. Er war als Professor unter anderem in Göttingen, Breslau, Berlin, Graz und dann wieder in Göttingen tätig. Während dieser Zeit befasste er sich mit der Himmelsmechanik. 5 Jahre lang arbeitete er in den Sechzigern bei der NASA und befasste sich dort mit der Bahnbestimmung. Von ihm sind auch die Stumpffschen Funktionen. Sein Einfluss auf die Himmelsmechanik blieb jedoch gering, dennoch wurde der Asteroid (3105) Stumpff nach ihm benannt. 
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 Stephen Hawking galt nach Albert Einstein als die Verkörperung eines Genies der Gegenwart. Seit 1968 durch eine tückische Lähmungskrankheit an dem Rollstuhl gefesselt und ständig auf die Hilfe anderer angewiesen, durchdrang sein stets freier Geist die unermessliche Weite von Raum und Zeit, um dem Universum die letzten Geheimnisse zu entreissen. So entdeckte er 1974 die Hawking Strahlung, die besagt, daß auch Schwarze Löcher Strahlung emittieren. 1985 verlor er durch eine Lungenentzündung seine Stimme, die durch einen Sprachcomputer ersetzt wurde. Diese Stimme wurde sein Markenzeichen und tat seiner Berühmtheit keinen Abbruch. Seine theoretischen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Schwarzen Löcher setzte er ungebrochen weiter fort. Buchveröffentlichungen wie >>Eine kurze Geschichte der Zeit<< und >>Das Universum in einer Nußschale<< sowie unzählige TV Auftritte festigten seine Bekanntheit. Stephen Hawking galt nach Albert Einstein als die Verkörperung eines Genies der Gegenwart. Seit 1968 durch eine tückische Lähmungskrankheit an dem Rollstuhl gefesselt und ständig auf die Hilfe anderer angewiesen, durchdrang sein stets freier Geist die unermessliche Weite von Raum und Zeit, um dem Universum die letzten Geheimnisse zu entreissen. So entdeckte er 1974 die Hawking Strahlung, die besagt, daß auch Schwarze Löcher Strahlung emittieren. 1985 verlor er durch eine Lungenentzündung seine Stimme, die durch einen Sprachcomputer ersetzt wurde. Diese Stimme wurde sein Markenzeichen und tat seiner Berühmtheit keinen Abbruch. Seine theoretischen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Schwarzen Löcher setzte er ungebrochen weiter fort. Buchveröffentlichungen wie >>Eine kurze Geschichte der Zeit<< und >>Das Universum in einer Nußschale<< sowie unzählige TV Auftritte festigten seine Bekanntheit.
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 Schließlich schlug Ranseier vor, zur Erklärung der beiden Kernkräfte den Raum mit 25 statt mit drei Dimensionen auszustatten. Die Fachwelt hatte nur Spott und Hohn für ihn, denn ein Raum kann nicht mehr als drei Dimensionen haben, sonst wären die Naturgesetze völlig anders. Als aber dann Schwartz und Green die gleiche Idee veröffentlichten und meinten, die Zusatzdimensionen wären sozusagen beinahe gar nicht, aber irgendwie halt doch vorhanden, wurde sie akzeptiert und als "String-Theorie" berühmt. Schließlich schlug Ranseier vor, zur Erklärung der beiden Kernkräfte den Raum mit 25 statt mit drei Dimensionen auszustatten. Die Fachwelt hatte nur Spott und Hohn für ihn, denn ein Raum kann nicht mehr als drei Dimensionen haben, sonst wären die Naturgesetze völlig anders. Als aber dann Schwartz und Green die gleiche Idee veröffentlichten und meinten, die Zusatzdimensionen wären sozusagen beinahe gar nicht, aber irgendwie halt doch vorhanden, wurde sie akzeptiert und als "String-Theorie" berühmt.
  
-Seinen stärksten Auftritt hatte Karl Ranseier im JPL in Pasadena. Dort war er jedoch sturzbetrunken, aber in diesem Zustand gelang es ihm ein Manuskript zum Astronomical Almanac rückwärts zu schreiben. Leider verpasste aufgrund seiner Trunkenheit fast den Rückflug nach Europa und so blieb das Manuskript zurück. Ein Mitarbeiter des JPL entdeckte es und erkannte sofort die Genialität für eine Veröffentlichung. Und so wurde das "Explanatory Supplement" geboren.+Seinen stärksten Auftritt hatte Karl Ranseier im JPL in Pasadena. Dort war er jedoch sturzbetrunken, aber in diesem Zustand gelang es ihm ein Manuskript zum Astronomical Almanac rückwärts zu schreiben. Leider verpasste er aufgrund seiner Trunkenheit fast den Rückflug nach Europa und so blieb das Manuskript zurück. Ein Mitarbeiter des JPL entdeckte es und erkannte sofort die Genialität für eine Veröffentlichung. Und so wurde das "Explanatory Supplement" geboren.
  
 Karl Ranseier wurde auch Jean Meeus vorgestellt. Aber leider fälschlicherweise als Jakob M. Mierscheid. Jean Meeus zeigte kein Interesse an dem vermeintlichen Politiker. Und so blieb Karl Ranseier weiterhin unbekannt, auch wenn er sich zeitlebens dagegen wehrte, als Erfinder der Wolkenschieberstange zu gelten. Karl Ranseier wurde auch Jean Meeus vorgestellt. Aber leider fälschlicherweise als Jakob M. Mierscheid. Jean Meeus zeigte kein Interesse an dem vermeintlichen Politiker. Und so blieb Karl Ranseier weiterhin unbekannt, auch wenn er sich zeitlebens dagegen wehrte, als Erfinder der Wolkenschieberstange zu gelten.
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