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mehr_mathe [2024/12/16 18:39] – [Skalarprodukt (Punktprodukt)] quernmehr_mathe [2025/04/28 12:25] (aktuell) – [Lineare Gleichungssysteme] hcgreier
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 Die Multiplikation erfolgt mit der folgenden graphischen Rechenregel: Die Multiplikation erfolgt mit der folgenden graphischen Rechenregel:
  
-<imgcaption image1|Drehmatrix um die x - Achse>{{ ::matrize_mal_vektor.png?600 |}}</imgcaption>+<imgcaption image1|Drehmatrix um die x-Achse>{{ :matrize_mal_vektor.png?600 |}}</imgcaption>
  
 ===== Vektoren ===== ===== Vektoren =====
Zeile 61: Zeile 61:
 $$\vec{v} \times \vec{u} = \left(\begin{array} $$\vec{v} \times \vec{u} = \left(\begin{array}
 vv_2 \cdot u_3 - v_3 \cdot u_2 \\ v_3 \cdot u_1 - u_3 \cdot v_1 \\ v_1 \cdot u_2 - u_1 \cdot v_2 vv_2 \cdot u_3 - v_3 \cdot u_2 \\ v_3 \cdot u_1 - u_3 \cdot v_1 \\ v_1 \cdot u_2 - u_1 \cdot v_2
-\end{array}\right)$$+\end{array}\right)\tag{11}$$
  
 Rechenregeln: Rechenregeln:
-$$\vec{v} \times \vec{u} = - \vec{u} \times \vec{v}$$ +$$\vec{v} \times \vec{u} = - \vec{u} \times \vec{v}\tag{12}$$ 
-$$\vec{u} \times \vec{u} = 0$$ +$$\vec{u} \times \vec{u} = 0\tag{13}$$ 
-$$\vec{u} \times \vec{v} = |\vec{u}||\vec{v}| \sin(\theta)$$+$$\vec{u} \times \vec{v} = |\vec{u}||\vec{v}| \sin(\theta)\tag{14}$$
  
 senkrecht $\theta = 90^\circ$: senkrecht $\theta = 90^\circ$:
-$$\vec{u} \times \vec{v} = |\vec{u}||\vec{v}|$$+$$\vec{u} \times \vec{v} = |\vec{u}||\vec{v}|\tag{15}$$
  
 parallel $\theta = 0^\circ$: parallel $\theta = 0^\circ$:
-$$\vec{u} \times \vec{v} = 0$$+$$\vec{u} \times \vec{v} = 0\tag{16}$$
  
 ===== Matrizen ===== ===== Matrizen =====
Zeile 78: Zeile 78:
 ==== Drehmatrizen ==== ==== Drehmatrizen ====
  
-<imgcaption image2|passive Drehung>{{ :playground:drehung_passiv.png |}}</imgcaption>+<imgcaption image2|passive Drehung>{{ :drehung_passiv.png |}}</imgcaption>
  
 Ein Vektor wird mit Hilfe einer Drehmatrix in eine neues Koordinatensystem (i.e. neuer Vektor) gedreht (Abb. 1). Ein Vektor wird mit Hilfe einer Drehmatrix in eine neues Koordinatensystem (i.e. neuer Vektor) gedreht (Abb. 1).
Zeile 95: Zeile 95:
     \sin(\alpha) \\ 0 \\     \sin(\alpha) \\ 0 \\
   \end{matrix}   \end{matrix}
-\right) = \vec{e}(\alpha,0)\]+\right) = \vec{e}(\alpha,0)\tag{17}\]
  
 Nach einer Drehung mit dem Winkel $\varphi$ um die z - Achse erhält man: Nach einer Drehung mit dem Winkel $\varphi$ um die z - Achse erhält man:
Zeile 120: Zeile 120:
     + x \ 0 & + y \ 0 & + z \ 1     + x \ 0 & + y \ 0 & + z \ 1
   \end{array}   \end{array}
-\right)\]+\right)\tag{18}\]
  
 \[\Rightarrow \[\Rightarrow
Zeile 140: Zeile 140:
   \end{matrix}   \end{matrix}
   \right) = R_3(\varphi)   \right) = R_3(\varphi)
-\vec{r}(\alpha,0)\]+\vec{r}(\alpha,0)\tag{19}\]
  
 Die Drehungen um die x (R$_1$), y (R$_2$) und die z - Achse (R$_3$): Die Drehungen um die x (R$_1$), y (R$_2$) und die z - Achse (R$_3$):
Zeile 150: Zeile 150:
   \end{array}   \end{array}
   \right)   \right)
-\]+\tag{20}\]
  
 \[R_2(\varphi) = \left( \[R_2(\varphi) = \left(
Zeile 159: Zeile 159:
   \end{array}   \end{array}
   \right)   \right)
-\]+\tag{21}\]
  
 \[R_3(\varphi) = \left( \[R_3(\varphi) = \left(
Zeile 167: Zeile 167:
     0 & 0 & 1     0 & 0 & 1
   \end{array}   \end{array}
-\right)\]+\right)\tag{22}\]
  
 ==== Determinante ==== ==== Determinante ====
Zeile 173: Zeile 173:
 Die Determinante ist der skalare Wert einer Matrix. Die Regel von Sarrus berechnet die Determinante (Abb. 2): Die Determinante ist der skalare Wert einer Matrix. Die Regel von Sarrus berechnet die Determinante (Abb. 2):
  
-<imgcaption image3|Regel von Sarrus>{{ :playground:sarrus_regel.png |}}</imgcaption>+<imgcaption image3|Regel von Sarrus>{{ :sarrus_regel.png |}}</imgcaption>
  
 \[\det(\mathbf{M}) = \left| \[\det(\mathbf{M}) = \left|
Zeile 186: Zeile 186:
   - a_{31} \ a_{22} \ a_{13} - a_{32} \ a_{23} \ a_{11}   - a_{31} \ a_{22} \ a_{13} - a_{32} \ a_{23} \ a_{11}
   - a_{33} \ a_{21} \ a_{12}   - a_{33} \ a_{21} \ a_{12}
-\end{array}\]+\end{array}\tag{23}\]
  
 ==== Invertierte Matrix ==== ==== Invertierte Matrix ====
  
 Die Invertierung (Umkehrung) der Matrix M erfolgt mit Hilfe der Cramerschen Regel: Die Bildung einer Unterdeterminante N$_{ik}$ durch das Herausstreichen der i - ten Spalte und k - ten Zeile. Die Invertierung (Umkehrung) der Matrix M erfolgt mit Hilfe der Cramerschen Regel: Die Bildung einer Unterdeterminante N$_{ik}$ durch das Herausstreichen der i - ten Spalte und k - ten Zeile.
-\[\det(N_{ik}) = (-1)^{i+k} \mathbf{M} \quad und \quad b_{ik} = \frac{\det(N_{ik})}{\det(M)}\]+\[\det(N_{ik}) = (-1)^{i+k} \mathbf{M} \quad und \quad b_{ik} = \frac{\det(N_{ik})}{\det(M)}\tag{24}\]
  
 det($N_{ik}$) ist eine Streich- oder Unterdeterminante von M. Sie wird aus M gebildet, wenn die i - te Zeile und die k - te Spalte gestrichen wurde. Bei einer 3 $\times$ 3 Matrix sind es neun Unterdeterminanten. Die invertierte Matrix ist dann: det($N_{ik}$) ist eine Streich- oder Unterdeterminante von M. Sie wird aus M gebildet, wenn die i - te Zeile und die k - te Spalte gestrichen wurde. Bei einer 3 $\times$ 3 Matrix sind es neun Unterdeterminanten. Die invertierte Matrix ist dann:
Zeile 199: Zeile 199:
   b_{12} & b_{22} & b_{32} \\   b_{12} & b_{22} & b_{32} \\
   b_{31} & b_{23} & b_{33}   b_{31} & b_{23} & b_{33}
-\end{array}\right)\]+\end{array}\right)\tag{25}\]
  
 Für die oben genannten Drehmatrizen gilt $R^{-1}(\varphi) = R(-\varphi)$. Für die oben genannten Drehmatrizen gilt $R^{-1}(\varphi) = R(-\varphi)$.
Zeile 212: Zeile 212:
   a_{31} & a_{32} & a_{33}   a_{31} & a_{32} & a_{33}
 \end{array} \end{array}
-\right)\]+\right)\tag{26}\]
  
 so ist die transponierte Matrix $M^t$: so ist die transponierte Matrix $M^t$:
Zeile 221: Zeile 221:
   a_{13} & a_{23} & a_{33}   a_{13} & a_{23} & a_{33}
 \end{array} \end{array}
-\right)\]+\right)\tag{27}\]
  
 Es vertauschen sich alle Elemente bis auf die Diagonalelemente gegenseitig. Überträgt man die transponierte Matrix $M^t$ auf die Drehmatrix $R(\varphi)$, so zeigt sich, daß $R^t(\varphi)$ = $R(-\varphi)$ gilt. Es vertauschen sich alle Elemente bis auf die Diagonalelemente gegenseitig. Überträgt man die transponierte Matrix $M^t$ auf die Drehmatrix $R(\varphi)$, so zeigt sich, daß $R^t(\varphi)$ = $R(-\varphi)$ gilt.
Zeile 230: Zeile 230:
  
 Das Taylorpolynom (auch Taylorreihe/-entwicklung) ist die beliebteste Anwendung zur Näherung von Funktionen an der Stelle $r_0$ mit $|\vec{r} - \vec{r}_0| \ll 1$. Das Taylorpolynom (auch Taylorreihe/-entwicklung) ist die beliebteste Anwendung zur Näherung von Funktionen an der Stelle $r_0$ mit $|\vec{r} - \vec{r}_0| \ll 1$.
-\[f_{r_0}(\vec{r}) = f(\vec{r}_0) + f'(\vec{r}_0) \cdot (\vec{r} - \vec{r}_0) + \frac{1}{2} \cdot f''(\vec{r}_0) \cdot (\vec{r} - \vec{r}_0)^2 + \cdots = \sum_{k = 0}^{\infty} \frac{1}{k!} \cdot \frac{d^k}{d\vec{r}_0^k} f(\vec{r}_0) \cdot(\vec{r} - \vec{r}_0)^k\]+\[f_{r_0}(\vec{r}) = f(\vec{r}_0) + f'(\vec{r}_0) \cdot (\vec{r} - \vec{r}_0) + \frac{1}{2} \cdot f''(\vec{r}_0) \cdot (\vec{r} - \vec{r}_0)^2 + \cdots = \sum_{k = 0}^{\infty} \frac{1}{k!} \cdot \frac{d^k}{d\vec{r}_0^k} f(\vec{r}_0) \cdot(\vec{r} - \vec{r}_0)^k\tag{28}\]
  
 Ein Rechenbeispiel sind die trigonometrischen Funktionen und die e - Funktion: Ein Rechenbeispiel sind die trigonometrischen Funktionen und die e - Funktion:
Zeile 244: Zeile 244:
 \frac{\varphi^5}{5!} - ... = \sum_{n=0}^\infty \frac{\varphi^5}{5!} - ... = \sum_{n=0}^\infty
 \frac{(-1)^n \varphi^{2n+1}}{(2n+1)!} \frac{(-1)^n \varphi^{2n+1}}{(2n+1)!}
-\end{split}\]+\end{split}\tag{29}\]
  
 ==== Stirling-Interpolation ==== ==== Stirling-Interpolation ====
Zeile 262: Zeile 262:
  
 Die entsprechende Interpolationsgleichung lautet Die entsprechende Interpolationsgleichung lautet
-$$f(x_0 \pm t h) = f(x_0) \pm t \cdot \delta^1 f(x_0) + \frac{t^2}{2} \cdot \delta^2 f(x_0) \pm \frac{(t + 1) t (t - 1)}{6} \cdot \delta^3 f(x_0) + \frac{(t + 1) t^2 (t - 1)}{24} \cdot \delta^4 f(x_0) \pm \cdots$$+$$f(x_0 \pm t h) = f(x_0) \pm t \cdot \delta^1 f(x_0) + \frac{t^2}{2} \cdot \delta^2 f(x_0) \pm \frac{(t + 1) t (t - 1)}{6} \cdot \delta^3 f(x_0) + \frac{(t + 1) t^2 (t - 1)}{24} \cdot \delta^4 f(x_0) \pm \cdots\tag{30}$$
  
 mit mit
Zeile 268: Zeile 268:
 \delta^1 f(x_0) &= \frac{1}{2} (\nabla^1 f(x_0 - \frac{1}{2} h) + \Delta^1 f(x_0 + \frac{1}{2} h)) \\ \delta^1 f(x_0) &= \frac{1}{2} (\nabla^1 f(x_0 - \frac{1}{2} h) + \Delta^1 f(x_0 + \frac{1}{2} h)) \\
 \delta^3 f(x_0) &= \frac{1}{2} (\nabla^3 f(x_0 - \frac{1}{2} h) + \Delta^3 f(x_0 + \frac{1}{2} h)) \delta^3 f(x_0) &= \frac{1}{2} (\nabla^3 f(x_0 - \frac{1}{2} h) + \Delta^3 f(x_0 + \frac{1}{2} h))
-\end{align}\]+\end{align}\tag{31}\]
  
 Eine Anwendungsmöglichkeit ist die Bestimmung der mittleren Bahnelemente aus den oskulierenden Bahnelementen. Diese sind jedoch nur innerhalb des Interpolationszeitraums gültig. Eine Anwendungsmöglichkeit ist die Bestimmung der mittleren Bahnelemente aus den oskulierenden Bahnelementen. Diese sind jedoch nur innerhalb des Interpolationszeitraums gültig.
Zeile 279: Zeile 279:
  
 Komplexe Zahlen entstehen, wenn Quadratwurzeln negative Argumente bei der Berechnung erhalten. Diese werden dann mit $i = \sqrt{-1}$ dargestellt. Eine komplexe Zahl $z$ setzt sich aus einem imaginären Anteil $b$ und einem realen Anteil $a$ zusammen: Komplexe Zahlen entstehen, wenn Quadratwurzeln negative Argumente bei der Berechnung erhalten. Diese werden dann mit $i = \sqrt{-1}$ dargestellt. Eine komplexe Zahl $z$ setzt sich aus einem imaginären Anteil $b$ und einem realen Anteil $a$ zusammen:
-$$z = a + i\cdot b \qquad\text{mit}\qquad i = \sqrt{-1}$$+$$z = a + i\cdot b \qquad\text{mit}\qquad i = \sqrt{-1}\tag{32}$$
  
 Für $i$ gilt: Für $i$ gilt:
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 Tritt die Variante Tritt die Variante
-$$z^{*} = a - i\cdot b$$+$$z^{*} = a - i\cdot b\tag{33}$$
  
 auf, so ist diese konjungiert komplex zu $z$. auf, so ist diese konjungiert komplex zu $z$.
  
-$$\text{real:} \qquad (a + b)(a - b) = a^2 + ab - ba - b^2 = a^2 - b^2$$ +$$\text{real:} \qquad (a + b)(a - b) = a^2 + ab - ba - b^2 = a^2 - b^2\tag{34}$$ 
-$$\text{komplex:} \qquad (a + ib)(a - ib) = a^2 + a ib - ib a - i^2b^2 = a^2 + b^2$$+$$\text{komplex:} \qquad (a + ib)(a - ib) = a^2 + a ib - ib a - i^2b^2 = a^2 + b^2\tag{35}$$
  
 Es gilt $z\cdot z^{*} = a^2 + b^2$, eine reelle Zahl. Es gilt $z\cdot z^{*} = a^2 + b^2$, eine reelle Zahl.
  
-<imgcaption image4|komplexe Zahlen>{{ :playground:komplexe_zahlenebene.png |}}</imgcaption>+<imgcaption image4|komplexe Zahlen>{{ :komplexe_zahlenebene.png |}}</imgcaption>
  
 Eine anschauliche Darstellung der komplexen Zahlen im Koordinatenkreuz. $z$ kann als ein um den Ursprung kreisenden Radius vorgestellt werden. $a$, $b$ und $z$ bilden die Seiten eines rechtwinkeligen Dreiecks. Die konjugiert komplexe Form ist die Spiegelung an der reellen Achse. Eine anschauliche Darstellung der komplexen Zahlen im Koordinatenkreuz. $z$ kann als ein um den Ursprung kreisenden Radius vorgestellt werden. $a$, $b$ und $z$ bilden die Seiten eines rechtwinkeligen Dreiecks. Die konjugiert komplexe Form ist die Spiegelung an der reellen Achse.
mehr_mathe.1734370787.txt.gz · Zuletzt geändert: 2024/12/20 01:34 (Externe Bearbeitung)

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