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   * Scheinbare Magnitude: Die Helligkeit eines Objekts, wie sie von der Erde aus gesehen wird.   * Scheinbare Magnitude: Die Helligkeit eines Objekts, wie sie von der Erde aus gesehen wird.
-  * Absolute Magnitude: Die Helligkeit eines Objekts, gemessen, als ob es sich in einer standardisierten Entfernung von 10 Parsec (ca. 32,6 Lichtjahre) befände.+  * Absolute Magnitude: Die Helligkeit eines Sterns, als ob er sich in einer standardisierten Entfernung von 10 Parsec (ca. 32,6 Lichtjahre) befände
 +  * Absolute Magnitude: Die Helligkeit eines Planeten, Mondes, Asteroiden, etc ...als ob sich diese in einer standardisierten Entfernung von 1 AE (ca. 150 Mio. km) befänden.
  
 Die Bezeichnung lautet $mag$. Eine niedrigere Magnitude entspricht einer größeren Helligkeit, während eine höhere Magnitude eine geringere Helligkeit anzeigt. Die Bezeichnung lautet $mag$. Eine niedrigere Magnitude entspricht einer größeren Helligkeit, während eine höhere Magnitude eine geringere Helligkeit anzeigt.
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 und die Sonne umlaufende Erde verursachte Verschiebung des Frühlingspunktes entlang der Ekliptik. Die rotierende Erde stellt einen Kreisel dar, der aus einer Kugel mit einem den Äquator umspannenden aufgesetzten Wulst besteht. Da die Äquatorebene der Erde rund $23^{\circ} 26'$ ($\varepsilon$, Schiefe der Ekliptik) gegen die Ebene der Ekliptik geneigt ist, übt die Anziehungskraft von Sonne und Mond auf den Äquatorwulst ein Drehmoment aus, das die Äquatorebene in die Ebene der Ekliptik zu drehen versucht. Den Kreiselgesetzen entsprechend weicht die Rotationsachse der Erde dem Drehmoment rechtwinklig aus. Die Rotationsachse bewegt sich auf dem Mantel eines Doppelkegels (Präzessionskegl), dessen Spitze im Erdmittelpunkt ruht und dessen Symme1rieachse senkrecht auf der Ebene der Ekliptik steht und zum Pol der Ekliptik weist. Der halbe Öffnungswinkel des Kegels ist gleich der Schiefe der Ekliptik. Mit der Verlagerung der Rotationsachse verlagert sich die Äquatorebene der Erde und damit der Himmelsäquator, demzufolge verschieben sich Frühlings- und Herbstpunkt, die Schnittpunkte von Himmelsäquator und Ekliptik. Die Verschiebung erfolgt entgegengesetzt der scheinbaren jährlichen Bewegung der Sonne. Die durch Mond und Sonne verursachte Wanderung längs der Ekliptik wird als Präzession des Äquators (Lunisolarpräzession) bezeichnet. Sie beträgt etwa $50.39''$ pro Jahr, wovon rund $30''$ vom Mond verursacht werden. Die Verschiebung ist um die relativistisch bedingte sog. geodätische Präzession reduziert, die aber nur etwa $0.02''$ pro Jahr beträgt. Ein voller Umlauf des Frühlingspunktes längs der Ekliptik dauert rund 25700 Jahre, ein Platonisches Jahr. und die Sonne umlaufende Erde verursachte Verschiebung des Frühlingspunktes entlang der Ekliptik. Die rotierende Erde stellt einen Kreisel dar, der aus einer Kugel mit einem den Äquator umspannenden aufgesetzten Wulst besteht. Da die Äquatorebene der Erde rund $23^{\circ} 26'$ ($\varepsilon$, Schiefe der Ekliptik) gegen die Ebene der Ekliptik geneigt ist, übt die Anziehungskraft von Sonne und Mond auf den Äquatorwulst ein Drehmoment aus, das die Äquatorebene in die Ebene der Ekliptik zu drehen versucht. Den Kreiselgesetzen entsprechend weicht die Rotationsachse der Erde dem Drehmoment rechtwinklig aus. Die Rotationsachse bewegt sich auf dem Mantel eines Doppelkegels (Präzessionskegl), dessen Spitze im Erdmittelpunkt ruht und dessen Symme1rieachse senkrecht auf der Ebene der Ekliptik steht und zum Pol der Ekliptik weist. Der halbe Öffnungswinkel des Kegels ist gleich der Schiefe der Ekliptik. Mit der Verlagerung der Rotationsachse verlagert sich die Äquatorebene der Erde und damit der Himmelsäquator, demzufolge verschieben sich Frühlings- und Herbstpunkt, die Schnittpunkte von Himmelsäquator und Ekliptik. Die Verschiebung erfolgt entgegengesetzt der scheinbaren jährlichen Bewegung der Sonne. Die durch Mond und Sonne verursachte Wanderung längs der Ekliptik wird als Präzession des Äquators (Lunisolarpräzession) bezeichnet. Sie beträgt etwa $50.39''$ pro Jahr, wovon rund $30''$ vom Mond verursacht werden. Die Verschiebung ist um die relativistisch bedingte sog. geodätische Präzession reduziert, die aber nur etwa $0.02''$ pro Jahr beträgt. Ein voller Umlauf des Frühlingspunktes längs der Ekliptik dauert rund 25700 Jahre, ein Platonisches Jahr.
  
-Wegen der Exzentrizität von Erd- und Mondbahn sowie der Neigung der Mondbahn gegenüber der Ekliptik variieren die von Sonne und Mond auf die Erde ausgeübten Kräfte. Die dadurch bewirkten periodischen Schwankungen der Präzession bilden die **Nutation**; der Mantel des Präzessionskegels ist dadurch nicht glatt, sondern leicht "gewellt".+**Nutation:** Wegen der Exzentrizität von Erd- und Mondbahn sowie der Neigung der Mondbahn gegenüber der Ekliptik variieren die von Sonne und Mond auf die Erde ausgeübten Kräfte. Die dadurch bewirkten periodischen Schwankungen der Präzession bilden die **Nutation**; der Mantel des Präzessionskegels ist dadurch nicht glatt, sondern leicht "gewellt".
  
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astronomische_begriffe.1770646031.txt.gz · Zuletzt geändert: 2026/02/09 15:07 von hcgreier

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